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09Apr
09.04.2025

Serverraum Verkabelung: Anleitung Server- & Netzwerkschrank

Die Serverraum Verkabelung umfasst sämtliche Kabel, welche die IT-Komponenten wie z.B. Server, Switches und Router miteinander verbinden und mit Strom versorgen

Laut dem Uptime Institute geben 52% der seit 2016 jedes Jahr weltweit befragten Rechenzentren Probleme mit der Stromversorgung als Hauptursache für Ausfälle an. Diese Zahl unterstreicht den Stellenwert einer qualitativ hochwertigen Serverraum Verkabelung, die den Informationsfluss zwischen Geräten und Systemen sicherstellt. 

Die Verkabelung in Serverräumen bietet im Idealfall zuverlässige, stabile Datenübertragungsraten mit minimaler Signalabschwächung. Sie weist außerdem eine hohe Materialqualität auf, um Sicherheitsrisiken wie z.B. Kabelbrand zu reduzieren.  

Neben exzellenter Qualität sollte man bei der Serverraum Verkabelung zudem auf ein sorgfältiges Kabelmanagement für eine sichere Umgebung im Serverraum achten. Zur Optimierung des Kabelmanagements gibt es mehrere Hilfsmittel, wie Kabelrinnen oder -schienen. SCS FACO bietet als ganzheitlichen Ansatz ein individuell konfigurierbares Schranksystem mit integrierten Kabelführungselementen an. 

In Serverschränken und Netzwerkschränken werden zentrale IT-Komponenten in Serverräumen und Rechenzentren untergebracht. Server, Switches, USV, Router und andere Netzwerkgeräte werden in diesen Schränken verkabelt. Eine korrekte Verkabelung von Server- und Netzwerkschrank ist die Voraussetzung für eine zuverlässige Datenübertragung und eine sichere Serverraum Verkabelung insgesamt.

Dieser Text behandelt die Fragen, wie man einen Serverraum verkabelt, welche Kabel benötigt werden und worauf man bei der Serverraum Verkabelung achten sollte. Danach befindet sich jeweils eine Anleitung zur Verkabelung von Serverschrank und Netzwerkschrank, mit besonderem Augenmerk auf das Thema Kabelmanagement. Am Schluss steht die Vorstellung hilfreicher und hochwertiger Produkte von SCS FACO für ein optimales Kabelmanagement. 

Wie sollte man einen Serverraum verkabeln?

Man sollte einen Serverraum so verkabeln, dass die Kabel übersichtlich und zugänglich verlegt und Gefahren für die Sicherheit wie z.B. Stolpern, Kabelbrände etc. minimiert sind. 

Eine sorgfältige Kabelführung und Ordnung sind wichtige Faktoren für die Sicherheit des Serverraums. Ungeordnet verlegte Kabel bergen die Gefahr, dass sie sich ineinander verheddern und bei Wartungsarbeiten Fehler passieren, welche die IT-Geräte beschädigen. Damit entsteht ein direktes Risiko für die Sicherheit der Hardware. Gutes Kabelmanagement bei der Serverraum Verkabelung reduziert das Beschädigungsrisiko der IT-Komponenten im erheblichen Maß.

Die obersten Ziele eines gelungenen Kabelmanagements im Serverraum sind Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit. Treten technische Probleme im Serverraum auf, ermöglicht eine übersichtliche und zugängliche Kabelführung eine schnelle Lösung des Problems. 

Zur Herstellung der Übersichtlichkeit der Serverraum Verkabelung empfiehlt es sich, die Kabel farblich oder mit Beschriftungen zu kennzeichnen. So weiß man, welches Kabel woher kommt und wohin es führt. Dies erleichtert die Wartungsarbeit immens, da weniger Zeit für die Identifizierung des möglicherweise fehlerhaften Kabels aufgewendet wird.

Die richtige Kabellänge verbessert gleichzeitig die Übersichtlichkeit und die Zugänglichkeit der Serverraum Verkabelung. Im Idealfall verfügen sämtliche Kabel über genau die richtige Länge, sodass keine Überlängen entstehen. Praktisch ist dies nicht immer möglich. Überlängen sind sauber aufzurollen und abzulegen, um Ordnung in der Kabelführung herzustellen. Die Einrichtung von Hauptverteilungsbereichen (MDA, Main Distribution Area) und horizontalen Verteilungsbereichen (HDA, Horizontal Distribution Area) unterstützt eine übersichtliche Kabelführung. Lose Kabel stellen Stolperfallen und Hindernisse bei Wartungsarbeiten dar und sind daher nach Möglichkeit zu vermeiden. Eine gute Planung der Verkabelungswege zahlt sich beim Kabelmanagement für Serverräume aus.

Die Wege der Serverraum Verkabelung sind von den folgenden Faktoren abhängig.

  • Rackdichte und -anzahl: Je kleiner der Abstand zwischen den Racks ausfällt, desto kürzer sind die horizontalen Kabelwege. Mehr Racks bedeuten natürlich mehr Kabel, dadurch entstehen höhere Kosten für die Serverraum Verkabelung. 
  • Art/Quantität/Durchmesser der Kabel: Je größer der Durchmesser der Kabel ist, desto mehr Platz benötigen sie. Einzelne Kabel lassen sich häufig mit Kabelbindern oder Klettbandsockeln bündeln, sodass sie weniger Platz einnehmen. Bei der Bündelung der Kabel ist darauf zu achten, dass stets deutlich bleibt, welches Kabel wohin führt (z.B. mittels farblicher Codierung).
  • Räumliche Begrenzungen: Raumhöhe, -länge und -breite sowie die Maße der IT-Geräte geben den Platz vor, der zur Kabelführung zur Verfügung steht. Lose Kabel auf dem Boden sind zu vermeiden. Die Verwendung von Kabelkanälen und Trassen sorgt für Ordnung und eine sichere Umgebung im Serverraum ohne Stolperfallen.   
  • Kabeleinführungen der IT-Geräte: Die Lage der Kabeleinführungen der Endgeräte entscheidet über den Verlauf des jeweiligen Kabels.    
  • Eventuelle redundante Verkabelungssysteme: Der Einsatz redundanter Verkabelungssysteme gewährleistet Funktionstüchtigkeit auch bei vereinzeltem Kabelausfall. Dafür gibt es mehrere Kabelpfade, die zu planen sind, nicht nur einen. Redundanz erhöht die Sicherheit des Serverraums und leistet einen wichtigen Beitrag für einen reibungslosen Betrieb.

Eine gute Qualität der Serverraum Verkabelung ist die Voraussetzung für eine sichere Umgebung und für einen geringeren Wartungsaufwand. Die Auswahl der richtigen Kabel, die den Anforderungen der IT-Geräte entsprechen, spielt hierbei eine große Rolle. Nicht funktionstüchtige Kabel bedeuten in der Regel einen hohen Zeitaufwand in der Wartung. Hat man das betreffende Kabel identifiziert, ist es im schlimmsten Fall auszutauschen, soweit kein redundantes System vorhanden ist. Ein defektes Kabel unterbricht ggf. für ein paar Stunden die Datenübertragung und legt so den gesamten Betrieb lahm. Eine hohe Qualität der Serverraum Verkabelung hilft dabei, derartige Szenarien einzudämmen.

Um die Frage, wie man einen Serverraum verkabelt, abschließend zu beantworten, ist es also notwendig zu wissen, welche Kabel man für die Serverraum Verkabelung benötigt. Dieser Aspekt wird im folgenden Abschnitt betrachtet.

Welche Kabel benötigt man für die Serverraum Verkabelung?

Für die Serverraum Verkabelung benötigt man Cat 6a oder Cat 7-Kabel, weil sie hohe Datenübertragungsraten aufweisen, die den Anforderungen von Rechenzentren gerecht werden. Dabei gibt es grundsätzlich 2 Arten von Netzwerkkabeln. Zum einen Twisted-Pair-Kabel, zum anderen Glasfaserkabel.  

Das American National Standards Institute/Electronic Industries Alliance (ANSI/EIA) beschreibt 8 Kategorien, Cat 1-8 („Cat” für „Category”). Sie unterscheiden sich in Datenübertragungsrate, Bandbreite und Nutzungskontext. Relevant für Verkabelung in Rechenzentren und Serverräumen sind Cat 6a und Cat 7-Kabel.  

Ein Cat 6a-Kabel verfügt über eine Datenübertragungsrate von 10 GB/s über Entfernungen bis maximal 100 m. Die Bandbreite beträgt 500 MHz. Diese Kabelkategorie eignet sich für die Serverraum Verkabelung kleiner und mittelgroßer Firmen.

Ein Cat 7-Kabel verfügt ebenfalls über eine Datenübertragungsrate von 10 GB/s über Entfernungen bis maximal 100 m. Allerdings fällt die Bandbreite mit 600 MHz höher aus. Das bedeutet, dass mehr Daten gleichzeitig verarbeitet werden können als beim Cat 6a-Kabel. Cat 7-Kabel eignen sich für die Serverraum Verkabelung größerer Unternehmen und IT-Netzwerke.

Neben verschiedenen Kategorien gibt es auch verschiedene Grundmaterialien, die für die Serverraum Verkabelung verwendet werden. Dieses ist üblicherweise entweder Kupfer, im Fall eines Twisted-Pair-Kabels, oder Glasfaser. 

Kupfer ist noch immer das geläufigste Material für die Verkabelung in Serverräumen. Es bildet die Grundressource für Twisted-Pair-Kabel. Ein Twisted-Pair-Kabel ist ein Kabel, bei dem ein oder mehrere Paare isolierter Kupferdrähte miteinander verdrillt sind. Ein Draht ist für die Datenübertragung, der andere Draht ist für die Erdung zuständig. Die Datenübertragungsrate hängt von der zu überbrückenden Distanz, der Bandbreite und der elektromagnetischen Belastung der Umgebung ab. Es ist zwar möglich, mit einem Cat 6-Kupferkabel Geschwindigkeiten von 10 GB/s auf kurzer Distanz (<100 m) zu erreichen, jedoch wird das Signal bei größerer Entfernung immer schwächer.

Glasfaser, als eine Alternative zu Kupfer, ist ein weiteres Material, das für die Verkabelung im Serverraum eingesetzt wird. Glasfaserkabel (LWL, Lichtwellenleiter) übertragen allerdings keinen Strom, sondern Licht. Dementsprechend sind Glasfaserkabel dazu in der Lage, Daten mit bis zu 100 GB/s annähernd ohne Signalverlust über Kilometer hinweg zu übertragen. Glasfaser ist nicht anfällig für elektromagnetische Störungen, was das Auftreten von Datenübertragungsfehlern und Signaldämpfungen minimiert. 

Entscheidet man sich bei der Serverraum Verkabelung für Glasfaser, ist es wichtig, die Vorteile, aber auch die Nachteile und Besonderheiten des Materials zu kennen: Im Vergleich zu Kupferkabeln sind Glasfaserkabel anfälliger für Beschädigungen durch Biegen oder Verdrehen. Ein weiterer Nachteil von Glasfaserkabeln sind die höheren Anschaffungskosten: Kupferkabel sind 10-20% günstiger als Glasfaserkabel. 

Basierend auf den verschiedenen Kabeltypen ergeben sich unterschiedliche Anforderungen, die bei der Serverraum Verkabelung beachtet werden müssen.

Worauf sollte man bei der Serverraum Verkabelung achten?

Bei der Serverraum Verkabelung sollte man darauf achten, dass hochwertige Kabel verwendet werden, die durch effektives Kabelmanagement vor Schäden geschützt sind. 

Ein sorgfältiges Kabelmanagement bei der Serverraum Verkabelung sorgt dafür, dass die Kabel möglichst keinen mechanischen Beanspruchungen und Manipulationen durch elektromagnetische Wellen anderer Geräte unterliegen. Dies gilt insbesondere für Kupferkabel, denn bei Glasfaserkabeln entstehen keine elektromagnetischen Störungen durch nahestehende IT-Geräte.  

Bei der Serverraum Verkabelung ist außerdem auf die richtige Dimensionierung der Trassen und anderen Kabelführungssystemen zu achten. Eine ausreichende Dimensionierung der Kabeltrassen vermeidet Quetschschäden der Kabel durch Überbelegung.

Falls bei der Serverraum-Verkabelung Glasfaser zum Einsatz kommt, ist der begrenzte Biegeradius des Materials zu beachten, den der Hersteller angibt. Schmutz und Staub sind unbedingt von den Anschlüssen zu entfernen. Verunreinigungen stellen eine der häufigsten Gründe für den Ausfall von Glasfaserkabeln dar! 

Glasfaser- und Kupferkabel sind getrennt voneinander zu halten. Sind Kupferkabel über Glasfaserkabeln verlegt, besteht die Gefahr, dass die Glasfaserkabel durch das höhere Gewicht der Kupferkabel gequetscht und beschädigt werden. 

Voraussetzung für eine funktionstüchtige Serverraum-Verkabelung ist eine hohe Qualität der Kabel. Schlecht verarbeitete Kabel führen im schlimmsten Fall zum Ausfall der gesamten IT-Infrastruktur und verursachen Mehrkosten, die die Anschaffungskosten qualitativ hochwertiger Kabel deutlich übersteigen.

Nun haben Sie einen Überblick, was es bei der Serverraum-Verkabelung im Allgemeinen zu beachten gibt. Doch wie verkabelt man das Herzstück des Serverraums, den Serverschrank? Im Folgenden finden Sie unsere Anleitung zur Serverschrank-Verkabelung.

Serverschrank-Verkabelung: Anleitung

Zur Serverraum-Verkabelung gehört die richtige Verkabelung der Serverschränke. Wie Serverschränke verkabelt werden, beschreiben wir in der folgenden Liste.

  • Schritt 1Bedarfsanalyse: Stellen Sie fest, welche IT-Geräte Sie im Serverschrank benötigen und welche Kabeltypen und -längen Sie dementsprechend brauchen.
  • Schritt 2: Positionierung der IT-Geräte: Platzieren Sie die Server, Router, Switches, ggf. unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)  und Steckdosenleisten im Serverschrank. 
  • Schritt 3: Verkabelung der Hardware und Stromverbindung: Schließen Sie die Kabel der Komponenten im Serverschrank an die Ports der Switches an. Überprüfen Sie, ob die Stromkabel ohne Hindernisse steckbar sind. 
  • Schritt 4: Ordnung im Serverschrank durch Kabelmanagement erzielen: Kennzeichnen Sie alle Kabel deutlich und verwenden Sie Hilfsmittel wie z.B. Kabelbinder und Kabelkanäle. Eine saubere Dokumentation der Serverschrank-Verkabelung hilft dabei, den Überblick bei späteren Änderungen zu behalten.  
  • Schritt 5: Erdung des Serverschranks und der IT-Geräte: Stellen Sie sicher, dass der Serverschrank und die Netzwerkkomponenten geerdet sind, um elektromagnetische Störungen zu minimieren und Stromschläge zu vermeiden. 
  • Schritt 6: Überprüfung der Serverschrank Kabelverbindungen: Kontrollieren Sie, ob alle Server mit den Switches verbunden sind und eine reibungslose Datenübertragung gewährleistet ist. 

Bevor man den Serverschrank verkabelt, ist es wichtig zu wissen, welche Kabel zu verwenden sind und wie man diese durch Kabelmanagement effektiv ordnet.

Welche Kabel braucht man für einen Serverschrank?

Für einen Serverschrank braucht man 4 Kabeltypen: Stromkabel, Ethernet-Kabel / Glasfaserkabel, HDMI-Kabel und USB-Kabel.

Diese 4 Kabeltypen werden auch bei der allgemeinen Serverraum-Verkabelung an verschiedenen Stellen benötigt. 

Stromkabel versorgen die Hardware im Serverschrank mit Strom. In Serverräumen werden zumeist IEC-Netzkabel als Stromkabel verwendet. 

Glasfaserkabel sorgen für einen besonders schnellen Zugriff auf das Netzwerk. Bei der Datenübertragung zwischen Server und Switch gewährleisten sie ebenfalls eine sehr hohe Geschwindigkeit.

Ethernet-Kabel vernetzen die gesamte IT-Infrastruktur miteinander. Cat 6a oder Cat 7-Kabel erbringen die Leistung und Datenübertragungsraten, die für Rechenzentren und Serverräume notwendig sind.

HDMI-Kabel dienen der qualitativ hochwertigen Übertragung von Bild- und Audiodaten. Werden z.B. Monitore angeschlossen, ist die Verwendung von HDMI-Kabeln im Serverschrank sinnvoll.

USB-Kabel werden nur dann benötigt, wenn IT-Geräte wie Scanner, Drucker und einzelne Festplatten über USB in die IT-Infrastruktur integriert werden sollen. 

Die ausgewählte Serverschrank-Verkabelung erfordert effektives Kabelmanagement, um Ordnung im Serverschrank herzustellen und damit eine optimale Funktionalität der Serverraum-Verkabelung insgesamt zu ermöglichen.

Wie erhält man Ordnung durch Serverschrank-Kabelmanagement?

Man erhält Ordnung durch Serverschrank-Kabelmanagement, indem alle Kabel deutlich gekennzeichnet und effizient mithilfe von Hilfsmitteln zur Kabelführung gruppiert sind. Das lässt sich zum Beispiel mit Kabelkanälen, -klemmen und -bindern realisieren.

Um einen Serverschrank richtig zu verkabeln, ist auf eine geordnete Verlegung der Kabel zu achten. Dies verhindert lose Kabel, die sich nur schwer zuordnen lassen und die Zugänglichkeit zum Serverschrank und anderen IT-Komponenten erschweren. Für gutes Rack-Kabelmanagement gibt es Hilfsmittel, die in Serverräumen und Rechenzentren gleichsam zum Einsatz kommen. Kabelmanager, wie z.B. Kabelkanäle, Kabelrinnen und Rangierpanels helfen bei der Herstellung der Ordnung im Serverschrank und in der Serverraum-Verkabelung.  

Horizontale Kabelmanager gewährleisten eine ordentliche, waagerechte Serverschrank-Kabelführung und schützen die Kabel vor Beschädigungen. Sie sind zum Beispiel für die Wege von Rack zu Rack nutzbar.

Vertikale Kabelmanager bringen eine zusätzliche Übersichtlichkeit. Sie lassen sich sowohl vor als auch hinter den Racks anbringen und ermöglichen so leichten Zugang zu den Netzwerkgeräten und Servern im Serverschrank. 

Kabelbinder und Kabelbeschriftungen helfen dabei, das Rack Kabelmanagement zu verbessern. Kabelbinder, wie z.B. die herkömmlichen Tie-Wraps aus Plastik oder Klettverschlüsse, ermöglichen es, Kabel zu gruppieren und zusammenzufassen. Tie-Wraps eignen sich eher für permanente Bündelungen, während Klettbänder eine hohe Flexibilität mit sich bringen. Sie lassen sich auf die gewünschte Länge zuschneiden und sind wiederverwendbar. 

Für eine übersichtliche Serverschrank Kabelführung ist eine eindeutige Zuordnung der Kabel ein weiterer wichtiger Aspekt. Die Kabel sollten auf beiden Seiten beschriftet sein, sodass klar erkennbar ist, mit welchen IT- Komponenten sie verbunden sind. Die Verwendung von verschiedenen Farben und deutlicher Kabelbeschriftung erleichtern die Verwaltung der Kabel und die Fehlerbehebung. Bei Netzwerkkomponenten wie Routern ist zudem der Eingangs- bzw. Ausgangsport aufzuführen.

Für gutes Serverschrank-Kabelmanagement ist eine sorgfältige Bündelung der Kabel wichtig. Ordentlich gebündelte Kabel verbessern die Luftzirkulation im Serverschrank, was das Risiko der Überhitzung und des damit einhergehenden Leistungsverlustes minimiert. Dies gilt insbesondere für Serverschränke mit mehr als 16 HE (Höheneinheiten), in denen mehrere IT-Komponenten Platz haben.

Die Hardware im Serverschrank bestimmt die zu verwendenden Kabeltypen und die Kabelwege, die das Rack Kabelmanagement zu berücksichtigen hat. Eine sichere Verkabelung der Hardware im Serverschrank ist für gutes Kabelmanagement unerlässlich.

Wie sollte man die Hardware im Serverschrank verkabeln?

Man sollte die Hardware im Serverschrank so verkabeln, dass durch die effiziente Kabelführung eine ausreichende Luftzirkulation und die erforderlichen Datenübertragungsraten gewährleistet sind.

Für die Verkabelung der Hardware im Serverschrank ist vorher genau festzulegen, wo welche Komponenten installiert werden. Es ist sinnvoll, die IT-Komponenten so anzuordnen, dass direkte Kabelverbindungen möglich sind. Das bedeutet: Bei der Verbindung zweier IT-Geräte ist es zu vermeiden, die Kabel über weitere Komponenten hinweg zu führen. 

Bei der Anordnung der IT-Komponenten im Serverschrank ist das Front-to-Back Prinzip zu beachten. Das bedeutet, die Frontseite der Geräte zeigt zu den Kabeln und zur Tür, während die Rückseite zu den Bereichen des Kabelmanagements und der Belüftung zeigt. Das Gewicht der Geräte ist bei der Anordnung im Serverschrank ebenfalls zu berücksichtigen. Je höher das Gewicht einer IT-Komponente, desto weiter unten im Serverschrank ist sie zu positionieren. Dies sichert die Stabilität des Serverschrankes. Planung ist für die Serverschrank-Verkabelung also der entscheidende Aspekt. 

Eine vorausschauende Planung identifiziert die kürzesten Kabelwege und umgeht somit Kabelüberlängen und die Verlegung von langen Kabeln. Kürzere Kabel sorgen für eine Erleichterung der Wartungsarbeiten und niedrigere Kosten der Serverraum Verkabelung. Sie lassen mehr Platz für eine gute Luftzirkulation, was die Gefahr einer Überhitzung senkt.

Gleichzeitig ist künftigen Erweiterungen im Serverschrank Rechnung zu tragen. D.h., bei der Auswahl der Kabellänge ist noch Raum für Vergrößerung im Serverschrank zu berücksichtigen. Momentan zu lange Kabel werden dann einfach sauber aufgerollt und mit Kabelbindern o.ä. zusammengehalten.   

Sobald bekannt ist, welche Komponenten sich voraussichtlich im Serverschrank befinden, geht es an die Auswahl der richtigen Kabeltypen. Qualität hat hierbei höchsten Vorrang. Qualitativ minderwertige Kabel reduzieren die Datenübertragungsraten und sind anfälliger für Beschädigungen. Qualitativ hochwertige Kabel verbessern somit die Sicherheit im Serverraum insgesamt und leisten einen wertvollen Beitrag zur Funktionalität der gesamten Serverraum-Verkabelung.   

Wie lässt sich die richtige Verkabelung im Serverschrank überprüfen?

Die richtige Verkabelung im Serverschrank lässt sich meist überprüfen, indem man nachschaut, ob die Anzeigeleuchten am Switch und am Server leuchten. Besteht eine stabile Verbindung, leuchten die LED-Lämpchen an beiden Geräten.

Möchte man kontrollieren, ob ein Kabel möglicherweise beschädigt ist, empfiehlt sich ein Netzwerktester. Dies ist die zuverlässigste Methode, um die Funktionalität der Serverraum- Verkabelung zu überprüfen. Netzwerktester messen die Leitfähigkeit des Kabels. Netzwerktester führen zwei Arten von Prüfungen durch: Die Durchgangsüberprüfung und die Widerstandsüberprüfung. 

Bei der Durchgangsüberprüfung sendet der Netzwerktester Strom durch das Kabel und stellt fest, ob Unterbrechungen, Kurzschlüsse oder andere Übertragungsprobleme bestehen.

Bei der Widerstandsprüfung identifiziert der Netzwerktester einen möglichen Datenverlust und bestimmt die Signalqualität. Dafür sendet das Gerät Strom und Spannung durch das Kabel und berechnet den resultierenden Widerstand. 

Das Kabel ist korrekt angeschlossen, wenn alle LED Lämpchen mit den Zahlen 1 bis 8 auf dem Netzwerktester aufleuchten. Mit bestimmten Netzwerktestern lässt sich auch überprüfen, ob die Erdung der Geräte intakt ist. Diese verfügen über eine zusätzliche LED mit der Aufschrift „g” (ground). 

Netzwerkschrank-Verkabelung: Anleitung

Ein Netzwerkschrank bringt ebenso wie der Serverschrank IT-Hardware unter und ist ein wichtiger Bestandteil der Serverraum-Verkabelung. Er ist für IT-Komponenten wie Switches, Router und Patchpanels konzipiert. Auch wenn ein Netzwerkschrank kleiner ist als ein Serverschrank, gibt es ähnlich viele Punkte zu beachten. Im Folgenden befindet sich daher eine Anleitung zur Netzwerkschrank-Verkabelung.

  • Schritt 1: Bedarfsanalyse: Wählen Sie die IT-Geräte aus, die Sie im Netzwerkschrank benötigen und bestimmen Sie, welche Kabeltypen und welche Kabellängen Sie verwenden wollen. 
  • Schritt 2: Anordnung und Einbau der Netzwerkschrank Komponenten: Montieren Sie ggf. die Kabelführung an den Seiten und die Steckdosenleiste. Bauen Sie danach Patchpanel, Switch und Router ein. 
  • Schritt 3: Ordnung durch Kabelmanagement im Netzwerkschrank erzielen: Nutzen Sie die Kabelführungen und verwenden Sie ggf. zusätzliche Hilfsmittel wie z.B. Tie-Wraps oder Klettverschlüsse, um lose Kabel zu vermeiden. Kennzeichnen Sie die Kabel deutlich, um Übersichtlichkeit zu gewährleisten.
  • Schritt 4: Patchkabel anschließen: Verbinden Sie das Patchpanel mit dem Switch und den Switch mit dem Router.
  • Schritt 6: Erdung des Netzwerkschrankes: Stellen Sie sicher, dass der Netzwerkschrank und die Netzwerkkomponenten geerdet sind, um elektromagnetische Störungen zu minimieren und Stromschläge zu vermeiden. 
  • Schritt 5: Überprüfung der Verkabelung im Netzwerkschrank: Kontrollieren Sie, ob alle Netzwerkkomponenten verbunden sind und eine reibungslose Datenübertragung gewährleistet ist. 

Die erste Frage, die man sich bei der Netzwerkschrank-Verkabelung stellen muss, ist demzufolge: 

Welche Kabel braucht man für einen Netzwerkschrank?

Für einen Netzwerkschrank braucht man mindestens Cat 6 oder Cat 6a Kabel, um eine reibungslose Datenübertragung sicherzustellen. 

Die Netzwerkschrank Verkabelung umfasst alle Kabel, die zur Kommunikation zwischen den IT-Komponenten darin benötigt werden und ist in der Planung der Serverraum Verkabelung zu berücksichtigen. Neben dem Stromkabel benötigt man für Netzwerkschränke 2 Arten von Netzwerkkabeln: Verlegekabel und Patchkabel.

Das Verlegekabel dient der Verbindung der Netzwerkdose mit dem Patchpanel im Netzwerkschrank und ist fest verlegt. Ein Umstecken ist nicht möglich.  

Das Patchkabel verbindet Netzwerkkomponenten miteinander. Diese Kabel sind flexibel umsteckbar. Üblicherweise handelt es sich entweder um Twisted-Pair-Kabel aus Kupfer oder um Glasfaserkabel. 

Sobald man weiß, welche Kabel wo zum Einsatz kommen, gilt es Ordnung durch gutes Kabelmanagement in den Netzwerkschrank zu bringen.

Wie erzielt man Ordnung durch Netzwerkschrank-Kabelmanagement?

Man erzielt Ordnung durch Kabelmanagement im Netzwerkschrank, indem man Hilfsmittel zur Kabelführung einsetzt, wie z.B. Kanäle, Kabelbinder oder Kabelklemmen.

Um einen Netzwerkschrank richtig zu verkabeln, ist auf eine geordnete Verlegung der Kabel zu achten. Dies verhindert lose Kabel, die schwer zuzuordnen sind und die Zugänglichkeit zum Netzwerkschrank und anderen IT-Komponenten erschweren. Für gutes Kabelmanagement gibt es Hilfsmittel, die in Serverräumen und Rechenzentren gleichsam zum Einsatz kommen. Kabelmanager, wie z.B. Kabelkanäle, -rinnen und Rangierpanels helfen bei der Herstellung der Ordnung im Netzwerkschrank und in der Serverraum Verkabelung.  

Kabelbinder und Kabelbeschriftungen helfen dabei, die Netzwerkschrank Kabelführung zu verbessern. Kabelbinder, wie z.B. die herkömmlichen Tie-Wraps aus Plastik oder Klettverschlüsse ermöglichen es, Kabel zu gruppieren und zusammenzufassen. Tie-Wraps eignen sich eher für permanente Bündelungen, während Klettbänder eine hohe Flexibilität mit sich bringen. Sie lassen sich auf die gewünschte Länge zuschneiden und sind wiederverwendbar. 

Für eine übersichtliche Netzwerkschrank Kabelführung ist eine eindeutige Zuordnung der Kabel ein weiterer wichtiger Aspekt. Die Kabel sollten auf beiden Seiten beschriftet sein, sodass es erkennbar ist, mit welchen IT- Komponenten sie verbunden sind. Die Verwendung von verschiedenen Farben und deutlicher Kabelbeschriftung erleichtern die Verwaltung der Kabel und die Fehlerbehebung. Bei Netzwerkkomponenten wie Routern ist zudem der Eingangs- bzw. Ausgangsport aufzuführen.

Ordentlich gebündelte Kabel verbessern die Luftzirkulation im Netzwerkschrank, was das Risiko der Überhitzung und des damit einhergehenden Leistungsverlustes minimiert.  

Für das Netzwerkschrank-Kabelmanagement ist die Anordnung der Hardware der Dreh- und Angelpunkt. Die Einsatzfähigkeit der Hardware im Netzwerkschrank setzt eine sichere und richtige Verkabelung voraus.

Wie sollte man die Hardware im Netzwerkschrank verkabeln?

Man sollte die Hardware im Netzwerkschrank so verkabeln, dass durch die effiziente Kabelführung eine ausreichende Luftzirkulation und die erforderlichen Datenübertragungsraten gewährleistet sind.

Für die Verkabelung der Hardware im Netzwerkschrank ist vorher genau festzulegen, wo welche Komponenten installiert werden. Es ist sinnvoll, die IT-Komponenten so anzuordnen, dass direkte Kabelverbindungen möglich sind.

Beispielsweise ist es in einfachen Netzwerkschränken sinnvoll, oben das Patchpanel, in der Mitte den Switch und ganz unten den Router anzuordnen. Das Verlegekabel aus der Netzwerkdose wird an das Patchpanel angeschlossen, das Patchpanel wird durch ein Patchkabel mit dem Switch verbunden und der Switch wiederum mit dem Router. Durch diese Anordnung der IT-Geräte sind die Kabelwege direkt und verlaufen nicht kreuz und quer durch den ganzen Netzwerkschrank. Planung ist für die Netzwerkschrank Verkabelung und somit für die Serverraum Verkabelung also der entscheidende Aspekt. 

Eine vorausschauende Planung der Netzwerkschrank Kabelführung identifiziert die kürzesten Kabelwege und umgeht somit Kabelüberlängen und die Verlegung von langen Kabeln. Kürzere Kabel sorgen für eine Erleichterung der Wartungsarbeiten und niedrigere Kosten. 

Sobald bekannt ist, welche Komponenten sich voraussichtlich im Netzwerkschrank befinden, geht es an die Auswahl der richtigen Kabeltypen. Qualität hat hierbei höchsten Vorrang.

Qualitativ minderwertige Kabel reduzieren die Datenübertragungsraten und sind anfälliger für Beschädigungen. Qualitativ hochwertige Kabel verbessern somit die Sicherheit im Serverraum insgesamt und leisten einen wertvollen Beitrag zur Funktionalität der gesamten IT-Infrastruktur und Serverraum Verkabelung. 

Wie lässt sich die richtige Verkabelung im Netzwerkschrank überprüfen?

Die richtige Verkabelung im Netzwerkschrank lässt sich überprüfen, indem man nachschaut, ob die Anzeigeleuchten am Switch und am Router leuchten. Besteht eine stabile Verbindung, leuchten die LED-Lämpchen an beiden Geräten.

Die zuverlässigste Methode zur Überprüfung der Funktionalität eines Kabels im Netzwerkschrank bzw. in der Serverraum Verkabelung im Allgemeinen ist der Einsatz eines Netzwerktesters. Netzwerktester messen die Leitfähigkeit des Kabels und beruhen auf 2 Funktionsprinzipien, die Durchgangsüberprüfung und die Widerstandsüberprüfung. 

Bei der Durchgangsüberprüfung sendet der Netzwerktester Strom durch das Kabel und stellt fest, ob Unterbrechungen, Kurzschlüsse oder andere Übertragungsprobleme bestehen.

Bei der Widerstandsprüfung identifiziert der Netzwerktester einen möglichen Datenverlust und bestimmt die Signalqualität. Dafür sendet das Gerät Strom und Spannung durch das Kabel und berechnet den resultierenden Widerstand. 

Das Kabel ist korrekt angeschlossen, wenn alle LED Lämpchen mit den Zahlen 1 bis 8 auf dem Netzwerktester aufleuchten. Mit einigen Netzwerktestern lässt sich auch überprüfen, ob die Erdung der Geräte intakt ist. Diese verfügen über eine zusätzliche LED mit der Aufschrift „g” (ground). 

Serverraum Kabelzubehör von SCS FACO

Wir von SCS FACO bieten hochwertige Produkte für ein verbessertes Kabelmanagement für die Serverraum Verkabelung an. Das 19’’ NETcell Schranksystem ist hierbei ein Allrounder, der den Anforderungen von IT-Infrastrukturen kleiner und großer Unternehmen gerecht wird. Es ist individuell konfigurierbar und zeichnet sich durch ein großvolumiges Kabelmanagementsystem aus. 

Das NETcell Schranksystem verfügt über modulare Kabelbahnen für die getrennte Führung von Daten- und Stromkabeln und über integrierte Kabelkanäle über die gesamte Schrankhöhe.

Mit der Überlängenwanne lassen sich lange Kabel sicher und geordnet verstauen, ohne die Luftzirkulation einzuschränken.

Die Kabelwanne sichert eine stringente horizontale Kabelführung. Innerhalb vertikaler Kabelkanäle befinden sich Radienbegrenzer im Schranksystem

Zur Erhöhung der Flexibilität beim Kabelmanagement umfasst das NETcell Schranksystem Gitterrinnen. 

Im Rahmen der Montage von Kalt-oder Warmgangeinhausungen bzw. Secure Cages verlegt SCS FACO kundenseitig bereitgestellte Kabeltrassen im Serverraum. 

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