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15Sep
15.09.2025

Serverraum Umzug in 7 Schritten

Bei einem Serverraum Umzug wird die gesamte IT-Infrastruktur von einem Standort an einen anderen verlegt. Ein professionell geplanter Serverraumumzug gewährleistet, dass alle Serverraumkomponenten schnell, sicher und unbeschädigt am neuen Standort eintreffen und die Betriebsabläufe zügig wiederhergestellt werden.

Im Serverraum ist die zentrale IT-Infrastruktur eines Unternehmens untergebracht. Ein Ausfall der IT stellt in der digitalisierten Welt ein enormes Risiko für die Unternehmensabläufe dar. Beim Umzug eines Serverraums haben die Sicherheit der Systeme und ihre schnellstmögliche Verfügbarkeit am neuen Standort oberste Priorität.

Ein Serverraum Umzug umfasst die Suche und Auswahl eines geeigneten neuen Standortes, die sorgfältige Umzugsplanung, den Aus- und Abbau aller IT-Geräte, die sichere Verpackung, den Transport, das strukturierte Auspacken sowie die erneute Installation und Konfiguration der gesamten Infrastruktur.

Der Umzug eines Serverraums erfordert eine genaue Planung inklusive einer klar strukturierten Prozessplanung, da Fehler oder Verzögerungen schnell schwerwiegende Folgen für Unternehmen haben. 

Auf serverroom-security.com bietet SCS FACO hochwertige Serverraum-Komponenten, die sowohl vor als auch nach einem Serverraum-Umzug eine optimale IT-Infrastruktur sicherstellen. Die Secure Cages von SCS FACO zeichnen sich durch besonders hohe Sicherheit und Flexibilität aus. Unsere SCS Faco Warm- und Kaltgangeinhausungen sind individuell konfigurierbar und für nahezu alle Server-Schranksysteme geeignet. 

Dieser Text zeigt, wie der Umzug von Serverräumen in sieben Schritten sicher und effizient durchgeführt werden kann, um den Betrieb der IT-Infrastruktur schnell wieder aufzunehmen. Neben dem schrittweisen Ablauf des Umzugs werden auch Möglichkeiten zur Modernisierung der Hardware aufgezeigt. Darüber hinaus werden Serverraumkomponenten von SCS FACO vorgestellt, die den Serverraumbetrieb absichern und den Umzug sowie Anpassungen erleichtern.

1. Geeigneten neuen Serverraum finden

Die Auswahl eines geeigneten neuen Serverraums bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Serverumzug. Bei der Suche nach einem geeigneten Serverraum sind der Standort, die Gebäudesicherheit und die baulichen Gegebenheiten des Gebäudes wichtige Entscheidungsfaktoren.

Bei der Wahl des neuen Standorts ist es von Vorteil, wenn der zukünftige Serverraum in angemessener Entfernung zum alten Standort liegt. Große Entfernungen erhöhen die Umzugskosten, den Zeitaufwand und das Risiko technischer Störungen. Ein nahe gelegener Standort ermöglicht eine schnelle Umsetzung und minimiert Ausfallzeiten.

Die Suche nach einem geeigneten neuen Serverraum erfordert eine Überprüfung der Gebäudesicherheit des neuen Standortes. Eine Überprüfung der baulichen Gegebenheiten ist auch erforderlich, wenn der Serverraum innerhalb desselben Gebäudes verlegt wird. 

Eine zentrale Lage des neuen Serverraums in der Mitte des Gebäudes erleichtert die Überwachung der Zugangskontrolle. Die Anzahl der Zutrittsberechtigten ist besser kontrollierbar, da das Eindringen Dritter deutlich erschwert wird. 

Bauliche Gegebenheiten wie die Raumhöhe sind bei der Suche nach einem geeigneten Serverraum von Bedeutung. Die ideale Raumhöhe für einen Serverraum zur Gewährleistung der Gebäudesicherheit beträgt mindestens 2,70 m. Ein ausreichend hoher Serverraum ist für eine optimale Klimatisierung notwendig. 

Bei einem neuen Serverraumstandort ist zudem auf genügend Platz für alle IT-Geräte sowie Kühlsysteme zu achten. Ausreichend Platz sollte insbesondere für die Installation von sperrigen Stromversorgungs-, Klimatisierungs- und Netzwerkgeräten eingeplant werden. Zudem ist ein ausreichender Abstand zwischen den Serverracks erforderlich, da die arbeitende Hardware erhebliche Wärme abstrahlt und breite Gänge eine einfache Wartung ermöglichen.

Ein zu großer Serverraum ist allerdings ebenfalls zu vermeiden. Eine Unterbelegung im Serverraum führt zu ineffizienter Flächennutzung, während eine Überbelegung zusätzliche Kosten und Sicherheitsrisiken mit sich bringt. 

Eine solide Bausubstanz ist erforderlich, um das Gewicht schwerer IT-Komponenten sicher zu tragen. Zudem sollte der Serverraum nicht an Fenster- oder Außenwände angrenzen, um Temperatur- und Zugriffsrisiken zu minimieren. Doppelböden zur besseren Verlegung von Kabeln und zur Unterstützung der Luftzirkulation sind insbesondere bei größeren Anlagen von Vorteil.

Brandschutz

Bei der Suche nach einem geeigneten neuen Serverraum ist auf die Einhaltung von Bau- und Sicherheitsvorschriften zu achten. Wichtig für die Sicherheit im Serverraum sind eine gute Isolierung und die Verwendung von feuerfesten Materialien. Die DIN 4102 ist eine klassische Baunorm, die den Feuerwiderstand von Bauteilen und die Brennbarkeit von Baustoffen definiert. 

Die geltenden Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen für Serverräume schreiben darüber hinaus Bauteile der Feuerwiderstandsklasse F 90 vor. Die Klassifizierung von Bauteilen erfolgt anhand der Dauer ihres Feuerwiderstandes. Bauteile der Klasse F90 bleiben im Brandfall mindestens 90 Minuten funktionsfähig.

Der ideale Standort für einen neuen Serverraum befindet sich innerhalb eines Brandschutzbereichs des Unternehmens. Zum technischen Brandschutz gehören Rauch- und Feuermelder, Feuerlöscher sowie flächendeckende Brandmeldeanlagen, die im Brandfall automatisch die Feuerwehr alarmieren.

Nachdem ein geeigneter neuer Serverraum gefunden wurde, ist der nächste Schritt die sorgfältige Planung des gesamten Umzugs des Serverraums.

2. Sorgfältige Planung des gesamten Serverraum Umzugs

Eine sorgfältige Planung des gesamten Serverraum Umzugs hilft bei der vollständigen Inventarisierung aller Geräte und Systeme im Serverraum.

Die Erfassung der verwendeten IT-Geräte hilft, den Umfang des Umzugs genau zu bestimmen. Zu den zu dokumentierenden Komponenten gehören Hardwarekomponenten wie Server, Switches, Speicherlösungen und Verkabelungssysteme, eingesetzte Software und Anwendungen, Netzwerktechnik und Betriebsmittel, Sicherheitsstrukturen und Systemkonfigurationen sowie gespeicherte Daten und deren Speicherorte.

Eine systematische Katalogisierung aller Komponenten im Serverraum ermöglicht die Identifizierung von Abhängigkeiten und funktionalen Zusammenhängen. Die Katalogisierung ist wichtig, um alle IT-Komponenten nach dem Serverraum Umzug korrekt und ohne Datenverlust wiederherstellen und aufbauen zu können.

Zeitplan

Neben der Bestandsaufnahme gehört die Erstellung eines strukturierten und realistischen Zeitplans zu den Vorbereitungen eines Serverraumumzugs. Ein Zeitplan ermöglicht eine klare Koordination aller Beteiligten und minimiert potenzielle Ausfallzeiten sowie die damit verbundenen Risiken für das Unternehmen. 

Von der strategischen Vorbereitung über die Demontage, den Transport und den Wiederaufbau der Systeme bis hin zu den abschließenden Funktionstests sind alle Projektphasen im Zeitplan abzubilden. Auch die Stillstandszeiten sind sorgfältig einzukalkulieren. 

Risikobewertung

Zur Planung einer Serverraumverlagerung gehört auch eine realistische Risikobewertung. Der Umzug erfordert eine detaillierte Analyse potenzieller Gefahren sowie die frühzeitige Entwicklung eines Notfallplans. Im Mittelpunkt der Risikoanalyse steht der Transport von Daten, Servern und IT-Komponenten. Während des Umzugs verlassen sensible Informationen und geschützte Systeme ihre gewohnte, sichere Umgebung. Eine sorgfältige Planung aller Schritte beugt Sicherheitslücken und Datenverlusten wirksam vor.

Ziel der Risikoanalyse ist es, mögliche Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit zu bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Das Risiko wird dabei als Produkt aus möglichem Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit definiert. 

Zur Risikoanalyse gehört auch die Abschätzung der Downtime. Die Downtime bezeichnet die Zeit, in der die IT-Infrastruktur nicht zur Verfügung steht. Sie ist auf ein Minimum zu reduzieren, um Betriebsunterbrechungen und potenzielle Schäden gering zu halten. Der Umzug erfordert daher exakt geplante Abläufe, die keinen Spielraum für Verzögerungen oder Ausfälle lassen.

Zugriffsrechte

Zu einer sorgfältigen Planung des Umzugs von Serverräumen gehört eine strukturierte Vorgehensweise bei der Vergabe und Verwaltung von Zugriffsrechten. Klare Rollen und Zugriffsrechte für alle beteiligten Mitarbeiter und externen Dienstleister sind von Anfang an zu definieren. Eine Protokollierung, welche Personen Zugang zu welchen Systemen, Räumen und Daten haben, gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit. Wer plant? Wer transportiert? Wer nimmt die Anlagen in Betrieb? Alle Verantwortlichkeiten sind klar zu definieren.

Nicht jede Person benötigt Zugriff auf alle Bereiche im neuen Serverraum. Nach dem Prinzip des „Least Privilege“ erhält jede Person nur die Zugriffsrechte, die sie zur Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben benötigt. Die Berechtigungen decken sowohl den physischen Zugang zu den Serverräumen als auch den digitalen Zugang zu den IT-Systemen ab.

Datensicherheit

Bei der Planung des Serverraumumzugs ist auch die Datensicherheit zu berücksichtigen. Vor dem Umzug sind alle relevanten Daten zu sichern und ein umfassender Wiederherstellungsplan zu definieren. Die Erstellung vollständiger Backups und Systeme verhindert Datenverluste während der Migration. 

Nach der sorgfältigen Planung des Serverraumumzugs folgt der Aus- und Abbau der Server, Serverschränke und aller IT-Geräte.

3. Aus- und Abbau von Servern, Serverschränken und allen IT Geräten

Der Aus- und Abbau von Servern, Serverschränken und allen IT-Geräten erfordert höchste Sorgfalt und Präzision. Eine lückenlose Dokumentation des bisherigen Aufbaus ist wichtig für einen reibungslosen Wiederaufbau der IT-Infrastruktur am neuen Standort.

Bei der Demontage der Serverraumkomponenten sind alle Kabel, Anschlüsse und Gerätepositionen eindeutig zu kennzeichnen und schriftlich festzuhalten. Die Dokumentation ist wichtig, um später Verwechslungen zu vermeiden und eine effiziente Neukonfiguration der Infrastruktur im neuen Serverraum zu ermöglichen.

Der Aus- und Abbau von Servern, Serverschränken und IT-Geräten erfordert technisches Know-how. Der schonende Umgang mit der Hardware und der sichere Umgang mit den gespeicherten Daten sind wichtig und erfordern spezielle Kenntnisse und Qualifikationen. Ein Dienstleister, der sich auf den Umzug von Serverräumen und Rechenzentren spezialisiert hat, bringt nicht nur die nötige Erfahrung mit, sondern auch geeignetes Verpackungsmaterial sowie Spezialbehälter für den sicheren Transport aller Hardwarekomponenten.

4. Sichere Verpackung aller Hardwarekomponenten 

Ein zentraler Aspekt bei der sicheren Verpackung aller  Hardwarekomponenten ist der Schutz vor elektrostatischen Entladungen (ESD), die die empfindliche IT beschädigen können. ESD-gerechte Verpackungen schützen empfindliche Komponenten wie Server, Speichereinheiten oder Netzwerktechnik zuverlässig vor elektrischen Spannungen. Bereits geringe Aufladungen reichen aus, um eine IT-Komponente zu beschädigen. Für die sichere Verpackung sämtlicher Hardwarekomponenten wurden unterschiedliche Lösungen wie ESD-Folienverpackungen, ESD-Kartonverpackungen, ESD-Schaumstoffe und weitere Schutzmaterialien entwickelt.

Beim Verpacken der Geräte ist auch auf die Verwendung speziell gepolsterter und stoßfester Transportbehälter zu achten. Sie sind auf die Anforderungen der IT-Hardware zugeschnitten, bieten Schutz vor mechanischen Belastungen wie Stößen und Vibrationen und sorgen für eine sichere Befestigung beim Transport. Auch Peripheriegeräte und Kabel sind sorgfältig in stoßfesten Rollouts unterzubringen. Besonders empfindliche oder sicherheitsrelevante Komponenten wie Festplatten, Netzwerkkarten oder RAID-Controller sind separat zu verpacken. Ein getrennter Transport reduziert zudem das Risiko von Transportschäden und erleichtert eine datenschutzkonforme Handhabung.

Neben der Auswahl des geeigneten Verpackungsmaterials erfolgt eine eindeutige Kennzeichnung und Beschriftung der Kartons, so dass der Inhalt auf einen Blick erkennbar ist. Jede Verpackungseinheit erhält eindeutige Angaben zu Gerätetyp, Funktion und Zielort im neuen Serverraum. Durch die Beschriftung können die Kartons beim Auspacken direkt an die richtigen Stellen gestellt werden, was den Wiederaufbau erleichtert.

Für die fachgerechte Verpackung aller Hardwarekomponenten empfiehlt sich die Beauftragung eines professionellen Verpackungsdienstleisters, der auf den Umzug von Rechenzentren und Serverräumen spezialisiert ist. Das erforderliche Verpackungsmaterial sowie spezielle Transportbehälter bringt der Dienstleister in der Regel selbst mit.

Nachdem alle Serverraum Komponenten sicher verpackt sind, folgt im nächsten Schritt der Transport.

5. Transport der Serverraum Komponenten

Ein fachgerechter und sicherer Transport der Serverraum Komponenten ist entscheidend, um Ausfallzeiten zu minimieren und Schäden an der empfindlichen Hardware zu vermeiden. Für einen reibungslosen Ablauf empfiehlt es sich, ein auf IT-Umzüge spezialisiertes Transportunternehmen zu beauftragen. 

Spezialisierte IT-Logistikfirmen verfügen über langjährige Erfahrung im Umgang mit sensibler Technik und kennen die Anforderungen, die bei einem Serverraum Umzug gestellt werden. Beim Transport kommt es primär auf die sorgfältige Sicherung der Geräte im Fahrzeug an. Server und andere Komponenten sind fachgerecht zu fixieren, um Bewegungen, Stöße und Erschütterungen zu minimieren. 

Beim Transport der Serverraum Komponenten ist auch auf kontrollierte Temperaturbedingungen zu achten, damit die empfindlichen IT-Geräte nicht durch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen Schaden nehmen. Professionelle Dienstleister stellen durch Temperatur- und Feuchtigkeitskontrollen sicher, dass die sensible Hardware vor allen schädlichen Umwelteinflüssen geschützt ist. 

Idealerweise erfolgt der Transport der IT-Infrastruktur in den neuen Serverraum außerhalb der regulären Geschäftszeiten, sodass der laufende Betrieb uneingeschränkt fortgesetzt wird. Eine präzise Planung und enge Abstimmung mit allen Beteiligten sind entscheidend, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen und Ausfallzeiten zu minimieren.

Nach erfolgreichem Transport aller Serverraum Komponenten folgt im nächsten Schritt das strukturierte Auspacken der Serverraum Bestandteile.

6. Strukturiertes Auspacken der Serverraum Bestandteile

Nach dem Transport beginnt am neuen Standort die Phase des strukturierten Auspackens  der Serverraum Bestandteile. Eine klare Struktur beim Auspacken spart Zeit, vermeidet Schäden und gewährleistet einen reibungslosen Aufbau.

Nach dem Öffnen der Transportbehälter sind alle Bestandteile des Serverraums auf Vollständigkeit und Unversehrtheit zu überprüfen. Die zuvor erstellte Bestandsaufnahme dient dabei als Grundlage. Alle Serverraum Komponenten sind sorgfältig auf sichtbare Schäden zu untersuchen und eventuelle Mängel sofort zu protokollieren.

Das Auspacken der Komponenten aus dem Serverraum erfolgt nach dem zuvor erstellten Montageplan, der auf der Katalogisierung der vorhandenen Infrastruktur basiert. 

Nach der Ankunft im neuen Serverraum sind alle Geräte sofort an ihren vorgesehenen Platz zu transportieren, damit sie direkt am vorgesehenen Ort ausgepackt und entsprechend der Planung montiert werden. Das strukturierte Auspacken sorgt für eine reibungslose Inbetriebnahme der IT-Infrastruktur und ist ein entscheidender Schritt für einen erfolgreichen und schnellen Serverraumumzug. Nachdem alle Komponenten des Serverraums ausgepackt sind, erfolgt die Installation und Einrichtung der Serverraum-Infrastruktur und aller IT-Geräte.

7. Ein- und Aufbau der Serverraum Infrastruktur und aller IT-Geräte

Nach dem Auspacken erfolgt der Ein- und Aufbau der Serverraum Infrastruktur und aller IT-Geräte. Alle Komponenten der Serverraum Infrastruktur sind entsprechend der ursprünglichen Planung exakt zu positionieren und zu montieren.

Der Aufbau der Serverrauminfrastruktur umfasst neben den Servern auch den Aufbau der Serverracks und Netzwerkschränke. Weitere IT-Komponenten wie Switches, Firewalls und Router werden ebenfalls installiert und sicher montiert. Auch die Kabel werden anhand der im Vorfeld dokumentierten Kabelpläne verlegt und mit den jeweiligen Komponenten verbunden. Zu einer sicheren und vollständigen Serverraumausstattung gehören auch die Kühlgeräte, um einen zuverlässigen und sicheren Betrieb zu gewährleisten. Ist eine Kalt- oder Warmgangeinhausung vorgesehen, so ist diese im Anschluss zu installieren, um für eine wirksame Trennung von Kalt- und Warmluft zu sorgen.

Nach dem Ein- und Aufbau folgt eine umfassende Funktionsprüfung der Serverraum Infrastruktur und aller IT-Geräte. Neben der Überprüfung der korrekten Funktion elektrischer Geräte wie Server, Kühlgeräte und USV-Anlagen wird auch die vollständige Verfügbarkeit aller Systeme, Anwendungen und Daten überprüft. Auch die Konnektivität wird überprüft. Um mögliche Störungen oder Engpässe frühzeitig zu erkennen, ist in den ersten Tagen nach dem Umzug ein intensives Monitoring einzuplanen.

Ein Serverraum-Umzug eröffnet die Chance, veraltete Hardware zu ersetzen und die IT-Infrastruktur nachhaltig zu optimieren.

Serverraum Umzug: Gelegenheit zur Modernisierung der Hardware

Ein Serverraum Umzug ist die ideale Gelegenheit zur Modernisierung der Hardware. Die Überprüfung der aktuellen Hardware auf Leistung, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit ermöglicht die Identifikation von Schwächen und bietet die Chance, mit modernen Systemen die Effizienz und Sicherheit im Serverraum zu modernisieren.

Vor einem Serverraum Umzug ist es sinnvoll, die vorhandene Hardware genau zu prüfen und abzuwägen, ob eine Modernisierung sinnvoll ist.  Bei der Analyse sind Alter, Leistung und Zustand der vorhandenen Systeme ebenso zu berücksichtigen wie die zukünftigen Anforderungen und das Wachstum des Unternehmens. Die detaillierte Bestandsaufnahme hilft, mögliche Schwachstellen oder ineffiziente Systeme zu identifizieren, die bei einem Umzug nicht mehr den notwendigen Anforderungen entsprechen. 

Eine Kosten-Nutzen-Analyse hilft zu ermitteln, ob eine Modernisierung wirtschaftlich sinnvoll ist. Auf Grundlage dieser Analyse wird entschieden, ob der Transport und Weiterbetrieb älterer Komponenten oder die Investition in moderne, leistungsfähigere Technologien vorzuziehen ist. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Energieeffizienz ist eine Überprüfung der Zukunftsfähigkeit der aktuellen Hardware erforderlich. Ein vorzeitiger Austausch veralteter Systeme trägt zur Erhöhung der Betriebssicherheit bei und ermöglicht eine langfristige Kostenersparnis.

Die Virtualisierung von Servern ist ein zentraler Schritt in der IT-Modernisierung. Sie unterstützt die Optimierung bestehender Ressourcen durch eine flexible, skalierbare und cloudfähige IT-Infrastruktur. Bei der Server-Virtualisierung wird die Server-Software von der zugrunde liegenden Hardware getrennt. Dies ermöglicht die Erstellung mehrerer virtueller Server (virtueller Maschinen) auf einem einzigen physischen Server. Jede virtuelle Maschine läuft unabhängig mit eigenem Betriebssystem und eigenen Anwendungen, ohne gegenseitige Beeinflussung oder Kompatibilitätsprobleme. Schon mit einfachen Modernisierungsmaßnahmen wie der Optimierung durch Virtualisierung lassen sich laut dem Leitfaden der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hohe Einsparungen erzielen. Eine dänische Kommune konsolidierte 15 kleine Rechenzentren an einem Standort und verbesserte durch Virtualisierung die Serverauslastung, so dass statt 700 nur noch 60 Server benötigt wurden. Der Energieverbrauch konnte um mehr als 75 % gesenkt werden.

Die Energieeffizienz zu verbessern ist ein wichtiger Schritt, um Serverräume und Rechenzentren zu modernisieren. Der Strombedarf in Rechenzentren ist hoch, da neben den Servern auch die Klimatisierung und die unterbrechungsfreie Stromversorgung einen hohen Energieverbrauch aufweisen. Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit hat festgestellt, dass der Energiebedarf von Rechenzentren trotz verbesserter Effizienz weiterhin zunimmt. Zwischen 2010 und 2020 stieg der Energieverbrauch von Servern und Rechenzentren in Deutschland auf 16 Milliarden Kilowattstunden, was etwa 2,9 Prozent des gesamten Stromverbrauchs des Landes ausmacht. 

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Notstromaggregate und redundante Systeme sichern eine hohe IT-Verfügbarkeit, verursachen aber auch zusätzlichen Energieverbrauch. Moderne Systeme arbeiten jedoch energieeffizienter. Durch modulare, skalierbare Konzepte, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren, ist der Stromverbrauch zu reduzieren, ohne die Betriebssicherheit zu beeinträchtigen. Laut der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) verbrauchen Server den meisten Strom (50 %), gefolgt von Kühlaggregaten (25 %), Luftverteilung (12 %), unterbrechungsfreier Stromversorgung (10 %) und kleineren Komponenten wie Netzteilen und Beleuchtung (3 %).

Zur Steigerung der Energieeffizienz stehen kurzfristig umsetzbare Maßnahmen wie die Optimierung von Anwendungen, der USV- und Stromversorgung, das Energiemonitoring und die Erhöhung der Betriebstemperatur zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es strategische Ansätze mit höherem Kosten- und Zeitaufwand, etwa die Optimierung der Lüftung durch Kaltgang- oder Warmgangsysteme, Virtualisierung, den Einsatz neuer Kühlkonzepte, die Beschaffung energieeffizienter Hardware sowie die Konsolidierung oder das Outsourcing von Rechenzentren.

Serverraum Komponenten von SCS FACO

Serverraum Komponenten von SCS FACO gewährleisten sowohl vor als auch nach einem Serverraum Umzug eine optimale IT-Infrastruktur. Kalt- und Warmgangsysteme sind individuell konfigurierbar. Hohe Anpassungsfähigkeit durch ein flexibles Paneelsystem bieten die modular aufgebauten Secure Cages.

Die Kaltgangsysteme von SCS FACO sorgen für eine effiziente Kühlung der Server. Das Kaltgangsystem besteht aus hochwertigen Türen und Dachelementen, die eine Vermischung der Kaltluft mit der warmen Luft im Serverraum verhindern. Kaltgangsysteme von SCS FACO sorgen für eine Steigerung der Energieeffizienz von Serverräumen, weil die Kühlung durch sie effizienter wird. Die erhöhte Dachkonstruktion verhindert Hotspots und besteht aus transparenten und widerstandsfähigen Dachelementen aus Makrolon oder Acrylglas. 

Die Türsysteme der SCS FACO Kaltgangsysteme ermöglichen das Schließen der Kaltgänge. Der modulare Aufbau der SCS FACO Kaltgangsysteme ermöglicht eine flexible und individuelle Konfiguration der Türsysteme für unterschiedliche Anforderungen. Die Schiebetüren sind selbstschließend, manuell schließend, freilaufend oder synchron laufend lieferbar. Für zusätzliche Sicherheit und Sichtbarkeit sind die Türen mit Fenstern aus Sicherheitsglas oder Macrolon/Exolon ausgestattet. Alle Kaltgangsysteme sind flexibel anpassbar und mit nahezu allen Serverschranktypen kompatibel. Bestehende Brandschutzsysteme sind nahtlos in das Dach integrierbar. 

Für eine effektive Trennung der Luftströme in Warmgang-Rechenzentren sorgen Warmgangeinhausungen von SCS FACO. Das Hot Aisle Containment System verhindert die Vermischung von Warm- und Kaltluft, indem die warme Abluft durch den Warmgang in die Doppeldecke aufsteigt. Unsere Warmgangeinhausungen nutzen die sichere HAC-Kaminbauweise. Die Kaminelemente und das dichte HAC-Türsystem erhöhen die Kühleffizienz in der Halle und reduzieren den Energiebedarf im Serverraum. Das modular aufgebaute System lässt sich den individuellen räumlichen Gegebenheiten verschiedener Rechenzentren anpassen.

Die HAC-Türsysteme schließen den Warmgang ab. Die Schiebetüren sind selbstschließend, manuell schließend, freilaufend oder synchron laufend erhältlich. Außerdem besteht die Option auf eine motorisierte Unterstützung für das Öffnen und Schließen der Türen. 

SCS FACO Secure Cages optimieren die Sicherheit in Serverräumen, indem sie Server effizient vor Fremdzugriffen und Manipulation schützen. Die Secure Cages bestehen aus flexiblen Paneelen bzw. Modulen, die ein sehr hohes Maß an Sicherheit bieten. Die Cages schützen kritische IT-Infrastrukturen wie Server, Netzwerkverkabelungen und Datenarchive, indem sie eine physische Sicherheitsbarriere gegen Eindringlinge bilden. 

Zu den Serverraum Komponenten von SCS FACO gehören verschiedene Cage-Systeme. Rechenzentrums Cages von SCS FACO eignen sich zur Abtrennung von Hallenflächen in geschützte Bereiche. Infrastruktur Cages schützen Anlagen, Stromverteilungen und Netzwerkverkabelungen wirkungsvoll. Für den Schutz von Unternehmensservern und Aktenarchiven eignen sich die Unternehmens Cages. 

Die SCS FACO Secure Cages werden in Modulbauweise gefertigt. Das flexible SCS FACO Paneelsystem ermöglicht die Planung und den Bau von Cages mit beliebiger Grundfläche. Die Cages sind bis zu einer Hallenhöhe von 8 Metern oder mehr planbar. Unsere perforierten Paneele mit großen Lochungen, z.B. 40 mm, haben eine hohe Luftdurchlässigkeit und Transparenz. Sie sind ab einer Höhe von 2,40 m vorgesehen. Ungelochte Paneele oder Paneele mit kleiner Lochung, z.B. 10 mm, sind für den Einsatz bis zu einer Höhe von 2,40 m vorgesehen. Sie sorgen für noch mehr Sicherheit. Neben den Standard-Paneelgrößen sind alle Paneele auch in Sonder-Paneelgrößen lieferbar. Die Schiebe- und Hängeflügeltüren der SCS Secure Cages werden in verschiedenen Standardgrößen angeboten und können in Sondergrößen gefertigt werden.

Ein weiteres Produkt, das sich beim Umzug eines Serverraums im Rahmen einer Modernisierung eignet, ist unser NETcell Netzwerkschrank. Der Netzwerkschrank SCS FACO NETcell optimiert Kabelmanagement im Serverraum. Das 19"-Schranksystem ermöglicht durch die Kombination von Basis- und Anreihsystem einen besonders flexiblen und platzsparenden Aufbau. SCS FACO NETcell verfügt über ein einzigartiges, großvolumiges Kabelmanagementsystem. Modulare Kabelbahnen ermöglichen die getrennte Führung von Daten- und Powerleitungen auf den Racks. Die Kabelkanäle eignen sich für die großvolumige Führung von Daten- und Stromkabeln. Die Überlängenwanne ist zudem als Trassensystem nutzbar.

Beim Umzug eines Serverraums bietet sich eine Serverraum-Modernisierung mithilfe unserer hochwertigen SCS FACO Serverraum Komponenten an.

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